von Ulf Jahnke

Seltene Luftfracht am Flughafen Kiel-Holtenau

1,4 Mio. englische Glasaale am Flughafen eingetroffen

(Kiel, 13.04.2016) Am Mittwoch, den 13. April erreichte eine Lieferung von mehr als 1,4 Mio. Glasaalen den Kieler Flughafen. Mit einer Cesna Caravan landeten die 1,4 Mio. Fische – verpackt in 475 Transportboxen á 1 Kilogramm. Ausgangsflughafen war der Gloucestershire Airport Staverton.

In Empfang nahmen sie Arne Koops, der Leiter der Aalversandstelle des deutschen Fischereiverbandes, und Albrecht Hahn, Geschäftsführer des Verbandes der Binnenfischer und Teichwirte in Schleswig-Holstein, begleitet von zwei Vertretern der Fischereiaufsicht des Landes Schleswig-Holstein. Die Glasaale dienen dem Programm zur Wiederauffüllung des europäischen Aalbestandes, insbesondere durch Aalbesatz. „Wir nutzen gerne den Kieler Flughafen. Er ist charmant, da die Abwicklung unproblematisch und die Umladung komfortabel ist“, so Koops.

Die Heimat des Europäischen Aals sind der Nordatlantik mit Nordsee und Ostsee und viele Gewässer des europäischen Kontinents von Südnorwegen bis in das Mittelmeer hinein sowie Nordafrikas. Er kommt also im Süß- wie auch im Salzwasser vor. Die Bestände des Aals sind stark rückläufig. Eine künstliche Fortpflanzung ist nicht möglich. So versucht man mit den aus dem Atlantik in England stammenden Glasaalen die Aalbestände in Deutschland aufzufüllen und zu stabilisieren.

Insgesamt 475 Boxen á 1 kg Glasaale. Das sind 2.800-3.000 Babyaale pro Box. 132 kg Glasaale werden von Verband der Binnenfischer und Teichwirte auf 16 Gewässer in Schleswig-Holstein ausgesetzt. Der Rest wird deutschlandweit verteilt. Gefördert werden diese Maßnahmen durch EU-Mittel und zweckgebundene Mittel, der Fischereiabgabe,  des Landes SH.

Luftfracht aus England in Kiel-Holtenau gelandet: 

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