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Juli 2021.


Liebe Freunde des Kieler Hafens,

in diesem Sommer kehren wir - dank niedriger Inzidenzen - Stück für Stück zur Normalität zurück. Die Frachtzahlen bewegen sich auf hohem Niveau und auch der Seetourismus kehrt zurück. Ende Mai konnten wir das erste Kreuzfahrtschiff am Ostseekai begrüßen. Strikte Hygienekonzepte, reduzierte Gästekapazitäten und Reisen ohne Landgänge haben den Wiedereinstieg ermöglicht. Bisher sehr erfolgreich, denn allein ab Kiel wurden bis Ende Juni schon 30 Ostseekreuzfahrten durchgeführt. Nunmehr sind auch wieder Landgänge, zumindest in Schweden, möglich. Wir hoffen, dass sich schon bald auch Norwegen und die Staaten rund um die Ostsee weiter schrittweise öffnen. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und freuen uns, dass wir die Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe am Ostseekai und für die Fähren der Stena Line am Schwedenkai in Betrieb nehmen konnten. Mein Dank gilt insbesondere dem Land Schleswig-Holstein, das dieses Projekt maßgeblich unterstützt hat.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre der SK news!

Ihr
Dr. Dirk Claus
Geschäftsführer


Landstrom am Ostseekai

 
Ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz im Kieler Hafen. Am Kreuzfahrtterminal Ostseekai nahmen der Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Verkehr und Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Bernd Buchholz, Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer gemeinsam mit dem CEO der Costa Gruppe, Michael Thamm und Dr. Dirk Claus Europas erste Landstromanlage in Betrieb, die zwei große Schiffe parallel versorgen kann.

Am 16. Juni wurde als erstes Kreuzfahrtschiff die „AIDAsol“ an die Landstromversorgung angeschlossen. Und auch die „AIDAprima“, die ab Juli von Kiel fährt, ist bereits für Landstrom ausgerüstet und soll am Ostseekai versorgt werden. Minister Buchholz sagte: „Wir machen einen großen Schritt, die Schifffahrt in Schleswig-Holstein noch umweltfreundlicher zu gestalten.“ Das Land Schleswig-Holstein hat den Bau der 13,5 Millionen Euro teuren Anlage mit rund 9 Millionen Euro unterstützt und sich auf Bundesebene erfolgreich für eine Reduzierung der EEG-Umlage auf Landstrom eingesetzt. Parallel versorgt die Anlage am Ostseekai die Fährschiffe der Stena Line am Schwedenkai mit klimaneutral produziertem Strom aus Wasserkraft.


Seetourismus wieder ab Kiel

 
Der Seetourismus ab Kiel hat wieder Fahrt aufgenommen. Seit dem ersten Anlauf von AIDA Cruises Ende Mai wurden zunächst ausschließlich Kreuzfahrten ohne die Möglichkeit zu Landgängen angeboten; nun können aber auch bereits wieder erste Destinationen angelaufen werden. Durch die Öffnung der schwedischen Häfen hat etwa TUI Cruises entschieden, im Juni zusätzlich zu der „Mein Schiff 1“ auch die „Mein Schiff 6“ ab Kiel einzusetzen.

Die geographische Lage Kiels erweist sich dabei einmal mehr als großer Vorteil: Sowohl Stockholm als auch Göteborg sind von der Förde aus auf den vornehmlich kurzen, drei- oder viertägigen, Reisen bestens erreichbar.

Im Juli macht der Seetourismus einen nächsten Schritt, wenn die „AIDAsol“ in Kiel durch die größere „AIDAprima“ abgelöst wird und auch die Reederei MSC ein Schiff in Kiel stationiert. Mit der „MSC Seaview“ fährt eines der modernsten und innovativsten Schiffe der Flotte siebentägige Kreuzfahrten ab dem Ostuferhafen. Dieses mit gut 166.000 BRZ vermessenen Schiff verfügt über viel Platz und besonders großzügige Außenbereiche für den Sommer im Norden.

 


Fracht legt weiter zu

 

Der Güterumschlag im Kieler Seehafen steigt auch im ersten Halbjahr 2021 weiter an. Von Januar bis einschließlich Mai wurden bereits mehr als 3 Millionen Tonnen Fracht über die verschiedenen Kai- und Terminalanlagen verladen bzw. gelöscht. Dies entspricht einem Plus gegenüber dem Vergleichszeitraum von sechs Prozent. Träger des Wachstums sind insbesondere die Fährlinien nach Klaipeda in Litauen und nach Göteborg in Schweden.

Neben dem Zuwachs im Fährverkehr schlägt der PORT OF KIEL derzeit viel Schnittholz um, das mit konventionellen Frachtschiffen aus St. Petersburg eintrifft. Hierbei handelt es sich vornehmlich um sibirische Lärche, die als Bauholz im Außenbereich Verwendung findet.

 

 

 


Norwegen öffnet sich

 

Nach einer mehr als fünfmonatigen Pause sind die großen Fährschiffe der Color Line zurück auf der Route Kiel - Oslo. Am 10. Juni legte die „Color Magic“ erstmals wieder am Norwegenkai an. Bereits auf dieser ersten Reise waren gut 1.000 Norweger an Bord, sodass das Schiff unter den geltenden Hygienevorschriften ausgebucht war. Zunächst durften die Gäste in Kiel noch keine Landgänge unternehmen und auch der Zustieg von Reisenden aus Deutschland war im Juni noch nicht möglich.

Der Pandemieplan der norwegischen Regierung sieht vor, dass ab dem Erreichen einer vierten Stufe auch ausländischer Tourismus wieder möglich wird. Seit dem 24. Juni befindet sich auch das Schwesterschiff der „Color Magic“, die „Color Fantasy“, wieder im Liniendienst. Sie übernimmt für die Frachtfähre „Color Carrier“, die die Verbindung Kiel - Oslo in den vergangenen Monaten allein aufrecht erhalten musste und zunächst einen Werftaufenthalt absolviert. Seit der Rückkehr der großen Fähren können auf der Norwegen-Route auch wieder begleitete Lkw zusätzlich zu den unbegleiteten Ladungseinheiten (Trailer, Container) befördert werden.


Nordmole in der Wik

 

Der Scheerhafen an der Ein- und Ausfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal heißt nun Nordmole. Der PORT OF KIEL folgt damit seinem Nachbarn, der deutschen Bundesmarine, die im Rahmen ihres sogenannten Traditionserlasses die Anleger im Marine-Stützpunkt in der Wik umbenannt hat. Damit gehören Namen wie etwa Tirpitz der Historie an.
Der an den Marinestützpunkt angrenzende bisherige (zivile) Scheerhafen wird damit vom Kieler Hafen ab sofort als Nordmole bezeichnet. An der Nordmole legen die Massengutfrachter von Mibau an, die Splitte aus Norwegen anliefern. In den vergangenen Jahren ist die Umschlagsleistung dort immer weiter gewachsen und überstieg im vergangenen Jahr erneut die Marke von 600.000 Tonnen. Inzwischen legt auch eine neue Schiffsgeneration von Mibau-Stema-Schiffen in Kiel an, die eine Trag-fähigkeit von über 40.000 Tonnen besitzt.


Wissenschaft am Sartorikai

 

Mehr als 100 Schiffsmeter, prall gefüllt mit Forschung zum Anfassen und Staunen. Ende Juni hatte die MS „Wissenschaft“ - das umgebaute Motorschiff „Jenny“ - mit der Ausstellung „Bioökonomie“ am Kieler Sartorikai festgemacht. Mit an Bord über 30 Exponate, die die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des nachhaltigen Wirtschaftens erklären. Die Ausstellung zeigt: Wissenschaft und Forschung haben bereits zahlreiche Technologien und Verfahren hervorgebracht, die zu einer nachhaltigen Lebensweise beitragen können. Besucher waren beeindruckt von den Ideen, wie fossile Rohstoffe etwa durch Bio-Rohstoffe ersetzt werden können. So zeigte die Station „Multitalent Popcorn“ überraschend auf, wie gepoppter Mais als Ersatz für Styropor dienen kann. Initiiert ist die schwimmende Ausstellung, die bis Oktober in 31 Städten anlegt, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.



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