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Newsletter.
Oktober 2020.

 

Liebe Freunde des Kieler Hafens,

in den vergangenen Monaten konnten die Fährverkehre ab Kiel ihr Transportaufkommen nahezu behaupten. Ein Minus von nur 2,5 % ist in der aktuellen Situation vertretbar. Mit angepassten Abfertigungs- und Hygienekonzepten sorgen wir für einen sicheren und effektiven Hafenbetrieb. Wir profitieren dabei von Investitionen, die weit vor der Krise auf den Weg gebracht wurden. Sowohl das erweiterte Vorfeld des Ostuferhafens als auch das zweite Abfertigungsgebäude am Ostseekai ermöglichen uns ein Platzangebot, um Social Distancing umzusetzen. Am Kreuzfahrtterminal haben wir gemeinsam mit TUI Cruises und in enger Abstimmung mit den Behörden bewiesen, dass ein vorsichtiger Seetourismus auch unter Corona-Bedingungen darstellbar ist. Gleichzeitig vernachlässigen wir unsere Anstrengungen im Bereich des Klimaschutzes nicht. In diesem Herbst geht bereits die zweite Landstromanlage des Kieler Hafens in Betrieb.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre der SK news!

Ihr
Dr. Dirk Claus
Geschäftsführer


Ostseekai 28 in Betrieb

 

Das neue Abfertigungsgebäude am Kieler Kreuzfahrtterminal, der Ostseekai 28, ist in Betrieb. Erstmals im August wurden dort Passagiere auf die „Mein Schiff 1“ eingechecked. Reederei, Hafen und Behörden haben in enger Abstimmung auf die Wiederaufnahme von Kreuzfahrten ab Kiel hingearbeitet. Gemeinsam wurden Abfertigungs- und Hygienekonzepte für die Terminals entwickelt, deren Umsetzung sichere Prozesse gewährleistet.

Am Ostseekai bedeutet dies, dass beide Terminalgebäude - Ostseekai 27 und 28 - in die Abfertigungsprozesse nur eines Schiffes einbezogen werden. Gepäckaufgabe, Gesundheitsbefragung, Check-in, Sicherheitskontrolle und Boarding sind räumlich strikt voneinander getrennt und auf zwei Ebenen verteilt. Jede Station bietet dabei ausreichend Fläche, um Mindestabstände jederzeit einhalten zu können. Zur räumlichen Trennung und guten Belüftung in den Terminals kommt eine zeitliche Komponente sowie die Separierung von ein- und ausschiffenden Gästen. Dirk Claus: „Die neuen Abfertingskonzepte sind fundiert und greifen. Das zweite Terminalgebäude erweist sich in der jetzigen Situation als großer Vorteil.“


Vorfeld Ostuferhafen

 

Der PORT OF KIEL hat das Vorfeld des Ostuferhafens, dem Fracht- und Logistikzentrum an der Förde, neu gestaltet. Wo früher ein
Getreidespeicher stand, wurden auf knapp drei Hektar Fläche erweiterte Vorstau- und Bereitstellungsräume für Lkw, Zugmaschinen
und Pkw geschaffen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther besuchte eigens den Ostuferhafen und überreichte einen
Zuwendungsbescheid aus dem Landesprogramm Wirtschaft über 5,44 Millionen Euro.

Ministerpräsident Daniel Günther sagte: „An der Schnittstelle von Kontinentaleuropa und dem Ostseeraum sind die Häfen Schleswig-Holsteins fester Bestandteil europäischer Transportketten. Mit seiner modernen und leistungsfähigen Hafen-Infrastruktur trägt der Kieler Seehafen dazu bei, Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und das Wachstumspotenzial unseres Wirtschaftsraumes zu steigern.“ Die Arbeiten am neuen Hafenvorfeld nahmen zwei Jahre in Anspruch und erforderten Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 7,78 Mio. Euro.


Projekt 5G

 

Unter Beteiligung des PORT OF KIEL soll an der Kieler Förde ein besonderes Digitalisierungsprojekt umgesetzt werden. Dank des neuen Mobilfunkstandards 5G werden in Zukunft nicht nur Passagierfähren zunächst teilautonom zwischen den Fördeufern kreuzen, sondern auch 5G-Logistik-Nutzungen erprobt.

Im Ostuferhafen wird es darum gehen, Holzimporte aus Russland noch effizienter abzubilden. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Universitäts-Vizepräsidentin Prof. Dr. Karin Schwarz und Vodafone Deutschland CEO Dr. Hannes Ametsreiter unterzeichneten am Ostseekai die Absichtserklärung zur Realisierung des Innovationsprojekts.



E-Fahrzeuge im Einsatz

 

Der PORT OF KIEL hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 vollständig klimaneutral zu arbeiten. So werden alle Hafenteile, alle Gebäude und Terminals bereits ausschließlich mit 100 % Ökostrom aus regenerativen Quellen versorgt.

Der Kieler Hafen reduziert seinen Energieverbrauch etwa durch Einsatz von LED-Technik und elektrifiziert sukzessive die Pkw-Flotte. Jüngste Beispiel ist ein vollektrischer Kleinwagen für den Fahrzeugpool.

 




Landstrom Schwedenkai

 

Der Color Line folgend wird in Zukunft auch die Stena Line Landstrom im Kieler Hafen beziehen. Erste Tests mit den Fähren „Stena Germanica“ und „Stena Scandinavica“ verliefen reibungslos. Der Landstrom fließt dabei vom neuen Umspannwerk am Ostseekai zur Mittelspannungsstation des Schwedenkais, wo sich auch die Schalteinheiten befinden. Die Verbindung zum Schiff wird mittels Kran und Steckverbindung hergestellt, die von der Stena Line in dieser Konfiguration bereits auch im Gegenhafen Göteborg genutzt wird. Die Kabelübernahme erfolgt vom Schiff per Funkfernsteuerung. Ebenso wird die Stromübernahme schiffsseitig gesteuert.

Nach Abschluss der Testphase wird die Stena Line voraussichtlich schon im Herbst regelmäßig Landstrom am Schwedenkai beziehen. Die Inbetriebnahme der Landstromanlage am Schwedenkai ist ein weiterer wichtiger Baustein zum Klimaschutz im Kieler Hafen. An beiden innerstädtischen Fährterminals werden damit die Emissionen aus dem Schiffsbetrieb während der Liegezeit auf null gesenkt. Ziel ist es, bereits im kommenden Jahr mindestens 60 % des Energiebedarfs aller Kiel anlaufenden Schiffe mit Landstrom zu decken.


Kombi nach Luxemburg

 

Im Hinterlandverkehr des Kieler Seehafens wird eine zunehmende Anzahl von Ladungseinheiten auf die Bahn verladen. Positiv zu dieser Entwicklung trägt die Direktzugverbindung von und nach Luxemburg bei, die dreimal wöchentlich ab Kiel bedient wird. Die Züge haben - dank der jüngsten Infrastrukturausbaumaßnahmen am Kieler Rangierbahnhof - eine Länge von jeweils über 700 m und bestehen aus 21 Tragwagen für Trailer und Container.

Am Kombiumschlagsplatz des Schwedenkais besteht direkter Anschluss an die Fähren der Stena Line nach Göteborg. Der Service verbindet so die skandinavischen Märkte über den Intermodal-Hub Bettembourg mit Zentraleuropa, Frankreich und Spanien.








Seglerstatue am Ostseekai


Am Kieler Ostseekai - auf dem Seegartenvorfeld vor dem Schifffahrtsmuseum - wurde die Stele des im Jahr 1962 von Karlheinz Goedtke geschaffenen Kunstwerkes der „Segler“ umfassend betonsaniert. Dazu wurde die Stele, auf der der Segler steht, eingerüstet und eingehaust. In einem nächsten Schritt wurde die Statue von ihrem Sockel gehoben und innerhalb des Sicherheitsbereiches des Kreuzfahrtterminals zwischengelagert, bis sie nach Vollendung der Arbeiten wieder auf ihren angestammten Platz montiert wurde.

Die Sanierung der Betonstele nahm vier Wochen Zeit in Anspruch. Mittels Spritztechnik wurde eine Neubeschichtung der Stele vorgenommen, nachdem zunächst die Schadstellen am Beton saniert wurden. Das Kunstwerk erstrahlt jetzt wieder im Originalzustand - in gleicher Form, Farbe und Struktur. Der „Segler“ stammt aus einer Zeit, als die Fährverkehre gerade Einzug in Kiel hielten. Die Statue hat im Laufe der Jahre also mehrere Umbauten und Modernisierungen des Ostseekais gesehen und zählt heute zu den nur noch wenigen Relikten aus der Anfangszeit des Fährhafens.


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